Wenn Kunden bei Soulin einen DIN-41612-Steckverbinder auswählen, senden sie uns üblicherweise einen Leiterplatten-Footprint, die gewünschte Pinanzahl und eine kurze Anwendungsbeschreibung. Anschließend bitten sie uns, den passenden Typ, die Kontaktqualität und die Anschlussart vor der Bestellung zu bestätigen. Bei den meisten DIN-41612-Projekten, die wir bei Soulin betreuen, beschränkt sich die Auswahl vor der Bestellung auf vier Prüfungen: Typbezeichnung, Pinanzahl, Kontaktqualität und Anschlussart. Anhand dieser Details wird entschieden, ob der Steckverbinder der Zeichnung entspricht, korrekt mit der Leiterplatte verbunden werden kann und zuverlässig für das Endgerät gefertigt werden kann.
Die Kurzantwort, die wir unseren Kunden geben: Beginnen Sie mit der Auswahl des Typenbuchstabens, überprüfen Sie die Reihen- und Kontaktanzahl, gleichen Sie Stromstärke und Dauerfestigkeit mit der Anwendung ab und wählen Sie dann die Anschlussart, die zu Ihrem Leiterplattenprozess passt. Mit dieser Vorgehensweise lassen sich die vier häufigsten Fehler vermeiden: falscher Typenbuchstabe, zu geringer Kontaktstrom, ein für den Leiterplattenprozess ungeeigneter Anschluss und fehlende Kodierung.

Woher DIN 41612 stammt und warum wir es immer noch unter diesem Namen spezifizieren
DIN 41612 war die ursprüngliche deutsche Normbezeichnung für Steckkarten- und Backplane-Steckverbinder. Die formalen Normen sind jetzt IEC 60603-2 und EN 60603-2, Doch in vielen Zeichnungen, Stücklisten, Datenblättern und Einkaufsunterlagen wird immer noch die Bezeichnung DIN 41612 verwendet.
Für Ingenieure ist die Bezeichnung nach wie vor praktisch. Benötigen sie einen passenden Steckverbinder, suchen sie oft zuerst nach DIN 41612 und prüfen dann Typ, Pinanzahl, Kontaktbelegung und Anschlussart. Deshalb DIN 41612 ist immer noch eine gängige Bezeichnung für Eurocard-Racks, Telekommunikationsschränke, Eisenbahnsteuerschränke, Testracks und medizinische Geräte.
Lesen der Typenbuchstaben: B, C, R, Q, D–G, H und M
Wenn eine Zeichnung auf unserem Tisch landet, ist der Schriftzug das Erste, was wir lesen – ein Zeichen verrät uns, wie die Kontakte angeordnet sind, wie weit sie voneinander entfernt sind (der “Raster”, d. h. der Abstand von Mitte zu Mitte zwischen zwei Kontakten), in wie vielen Reihen sie verlaufen und ob sie für Signale, Stromversorgung oder beides ausgelegt sind.
Der Begriff „Pitch“ bezeichnet den Abstand zwischen den Kontakten. Bei DIN 41612-Steckverbindern wird für Signalkontakte ein engerer Abstand verwendet, während für höhere Ströme ein größerer Abstand zum Einsatz kommt. Signaltypen wie B, C, R, Q und M verwenden üblicherweise einen Pin-Pitch von 2,54 mm. Leistungs- und gemischte Typen wie D, E, F, G und die H-Serie verwenden Flachkontakte mit einem Pin-Pitch von 5,08 mm oder mehr.
Der Grund liegt in der Strombelastbarkeit. Ein Kontakt, der 6 A bis 15 A führt, erzeugt mehr Wärme und benötigt einen größeren Isolationsabstand zwischen den Pins. Wenn ein Kunde uns also bittet, einen hohen Strom durch einen Signalkontakt mit engem Rastermaß zu leiten, prüfen wir als Erstes die Rastermaßabweichung. Ein solcher Kontakt kann diese Stromstärke in der Regel nicht sicher und zuverlässig übertragen.
| Typ | Typische Rolle | Stellplatz | Kontakte (typisch) | Wo wir es sehen |
|---|---|---|---|---|
| B | 2-reihiges Signal | 2,54 mm | 32 / 64 | Steuerplatinen, Signalwege der Rückwandplatine |
| C | 3-reihiges Hochdichtesignal | 2,54 mm | 96 (3×32) | Eurocard-/VMEbus-Systeme |
| R / Q | Signal, anwendungsspezifisch | 2,54 mm | Variiert | Kompakte oder spezialisierte Backplane-Schnittstellen |
| D / E / F / G | Stromversorgung oder gemischtes Signal/Stromversorgung | 5,08 mm/Hybrid | 32 / 48 / 48 / 64 | Stromverteilung, Mischstromdesigns |
| H11 / H15 | Hochstrom-Klingenkontakte | Größerer Abstand | 11 / 15 | Industrielle Leistungsmodule, höhere Lasten |
| M | Hybridsignal + Leistung + HF/Koaxialkabel | 2,54 mm Raster | Variiert | Gemischte Backplanes, die spezielle Kontakte benötigen |
Falsches Zählen von Zeilen und Spalten gehört zu den häufigsten Fehlern bei der Erstellung von Footprints. Daher besprechen wir dies direkt mit unseren Kunden. Die Kontakte sind in einem Raster angeordnet. Die Zeilen sind mit a, b und c gekennzeichnet – bei manchen Familien kommen z, d, e oder f hinzu – und erstrecken sich über 16 oder 32 Spalten. Die Gesamtzahl der Kontakte ergibt sich aus dem Produkt von Zeilen und Spalten. Drei Zeilen über 32 Spalten ergeben somit 96 Kontakte, die Konfiguration, die als 96-facher Typ C bekannt ist, während zwei Zeilen entweder 32 oder 64 Kontakte ergeben.
Unser DIN 41612-Reihe Wir decken diesen gesamten Bereich ab – 2,54 mm Rastermaß, 1 bis 3 Reihen, bis zu 160 Positionen, in geraden und rechtwinkligen Gehäusen mit THT- und Presspassungsanschlüssen. Der 96-polige Typ-C-Steckplatz ist beispielsweise unser 3×32 rechtwinkliges Außengewinde.
Der Auswahlablauf: Typ → Pin-Anzahl → Güteklasse → Anschluss
Eine Übereinstimmung der Abmessungen bedeutet lediglich, dass der Steckverbinder physisch auf die Platine passt. Selbst bei optimaler Passform müssen drei weitere Punkte geprüft werden: Strombelastbarkeit, Beständigkeit gegen wiederholtes Stecken und Kompatibilität mit der Platinenbestückung. Ein 96-poliger Typ-C-Steckverbinder kann die Prüfung der Abmessungen problemlos bestehen, aber dennoch bei einem dieser drei Punkte Mängel aufweisen, wenn nicht sorgfältig vorgegangen wird. Die alleinige Angabe der Pinanzahl ist daher nie ausreichend und einer der häufigsten Gründe für Rücksendungen. Um die richtige Wahl zu treffen, durchlaufen wir einen festgelegten fünfstufigen Prozess und bestätigen jeweils einen Parameter, bis nur noch der passende Steckverbinder übrig bleibt: zuerst den Typ, dann die Pinanzahl, dann die Schutzart, wobei die elektrische Nennleistung und die Anschlussmethode im Laufe des Prozesses festgelegt werden. Nutzen Sie die untenstehende Tabelle für einen ersten schnellen Überblick und folgen Sie anschließend den Schritten, um die endgültige Auswahl zu treffen.
| Schritt | Schlüsselfrage | Entscheidungskriterien |
|---|---|---|
| 1. Geben Sie einen Buchstaben ein | Signal, Strom oder gemischter Pfad? | Signal → B, C, R, Q, M · Leistung/Mischung → D, E, F, G, H · Hybrid → M |
| 2. Anzahl der Stecknadeln und Reihen | Wie viele Pfade, in wie vielen Zeilen? | 2 Zeilen → 32/64 · 3 Zeilen (Typ C) → 96 · Benutzerdefinierte Karte → selektives Laden |
| 3. Elektrische Nennleistung | Stromstärke pro Kontakt nach Reduzierung? Spannung und Kontaktabstand? | > 2 A → Leistungskontakt · Reduzierung aufgrund von Wärme und Dichte · ≈500 V / Abstand bestätigen |
| 4. Haltbarkeitsklasse | Wie viele Paarungszyklen durchläuft es im Laufe seines gesamten Lebens? | Selten → Stufe 3 · Vor-Ort-Service → Stufe 2 · Hohe Zuverlässigkeit → Stufe 1 |
| 5. Kündigung | Wie wird die Platine genau zusammengebaut? | Normales Löten → THT · Schutz der Rückwandplatine → Einpressen · Anschlussdrähte → Drahtwickeln |
Die Tabelle führt Sie schnell zur richtigen Familie. Was sie jedoch nicht aufzeigen kann, sind die vier Beurteilungskriterien, die tatsächlich zu Renditen führen – behalten Sie diese also im Hinterkopf, während Sie die Zeilen durchlesen:
- Art: Beginnen Sie mit der Bestimmung der benötigten Stromstärke jeder Leitung. Verwenden Sie B-, C-, R-, Q- oder M-Signalkontakte für Signalwege mit niedriger Stromstärke, üblicherweise um 2 A. Für Signalwege mit höherer Stromstärke wählen Sie einen Leistungs- oder Mischkontakt wie z. B. D, E, F, G, die H-Serie oder einen Hybridkontakt vom Typ M.
- Anzahl der Pins: Wählen Sie den Stecker passend zur tatsächlichen Anzahl der Schaltkreise auf der Platine. Bei einem 96-poligen Typ-C-Stecker müssen nicht immer alle Positionen belegt werden. Verwenden Sie, sofern die Konstruktion es zulässt, eine selektive Belegung, sodass nur die benötigten Kontakte angeschlossen werden.
- Bewertung: Prüfen Sie die Strom- und Spannungsangaben im Datenblatt der Serie unter realen Montagebedingungen. Wärme, Kontaktdichte und Gehäusetemperatur beeinflussen die sicheren Betriebswerte. Bei Soulin DIN 41612-Steckverbindern liegen die Signalkontakte typischerweise bei 2,0–3,0 A; Leistungsvarianten erreichen je nach Serie bis zu 15 A bei einer Wechselspannungsfestigkeit von 250–500 V.
- Grad: Wählen Sie die Kontaktklasse anhand der Häufigkeit des Ein- und Aussteckens der Platine während ihrer Nutzungsdauer. Eine Karte, die nur bei der Montage verwendet wird, kann eine andere Klasse benötigen als eine Karte, die regelmäßig im Feld eingesetzt wird. Bei Soulin DIN 41612 beträgt die Nennlebensdauer typischerweise mindestens 400–500 Steckzyklen, abhängig vom Steckverbindertyp.
Dann die Mechanik blockieren. Nachdem diese Punkte geklärt sind, werden Geschlecht, Ausrichtung (gerade vs. rechtwinklig, normal vs. umgekehrt) und mechanisches Zubehör – Führungsstifte, Befestigungsflansche, Platinenverriegelungen und Codierschlüssel – anhand der technischen Zeichnung festgelegt. Diese Aspekte werden in den beiden folgenden Abschnitten behandelt.
Kontaktbeschichtung und Haltbarkeitsklassen
Die Beschichtung ist die dünne Metallschicht auf jedem Kontakt. Sie beeinflusst den Kontaktwiderstand, den Verschleiß, die Reibung und die Langzeitstabilität. Kontaktwiderstand bezeichnet den Widerstand an der Kontaktstelle, während Reibung Oberflächenschäden durch kleine, wiederholte Bewegungen oder Vibrationen beschreibt. Gold und Zinn sind die beiden gängigsten Materialien. Gold sorgt für einen niedrigen und konstanten Kontaktwiderstand und ist oxidations- und reibungsbeständig. Daher empfehlen wir es überall dort, wo Zuverlässigkeit entscheidend ist – bei schwachen Signalen, häufigem Ein- und Ausstecken oder Vibrationen. Zinn ist kostengünstiger und ausreichend, wenn der Stecker selten bewegt wird. Bei häufigem Ein- und Ausstecken oder Erschütterungen oxidiert und reibt es jedoch schneller. Eine gängige Möglichkeit, Kosten zu sparen, ist die Verwendung von Gold an den entscheidenden Stellen: Gold im Kontaktbereich und das günstigere Zinn im Anschlussbereich.
Unter dem Prüfverfahren nach IEC 60603-2, Die nach DIN 41612 vorgeschriebene Dauerhaftigkeit wird in drei Stufen unterteilt. Der Unterschied liegt im Schwierigkeitsgrad der Prüfung: Wie oft wird der Verbinder gesteckt und wie lange wird er einem korrosiven Gas ausgesetzt, das jahrelange Alterung simuliert?.
| Ebene | Prüfverfahren (IEC 60603-2) | Praktische Bedeutung | Empfohlen für |
|---|---|---|---|
| Stufe 1 | 250 Zyklen + 10 Tage SO₂-Gas + 250 Zyklen | Höchste Langlebigkeit und Umweltbeständigkeit | Luft- und Raumfahrt, Verteidigung, hochzuverlässige Industrie |
| Stufe 2 | 125 Zyklen + 4 Tage SO₂-Gas + 125 Zyklen | Ausgewogene Zuverlässigkeit und Kosten | SPS, Automatisierung, Telekommunikation, Instrumentierung |
| Stufe 3 | 50 Zyklen + Sichtprüfung | Nutzung mit niedrigerer Nutzungshäufigkeit, bei der die Kosten eine Rolle spielen | Fest installierte Ausrüstung, selten gewartete Konstruktionen |
Wählen Sie die Qualitätsstufe anhand der tatsächlichen Nutzung des Produkts. Eine Karte, die nur einmal eingelegt und selten benutzt wird, benötigt keine hohe Qualitätsstufe; ein Modul, das alle paar Monate zur Wartung entnommen wird, hingegen schon.

Löten, Einpressen oder Drahtwickeln: Passende Anschlüsse für den Leiterplattenprozess
Bei der Leiterplattenverbindung kann man leicht Fehler machen, aber die richtige Wahl ist einfacher als gedacht: Es gibt nur drei Methoden, jede mit ihrem klaren Anwendungsfall. Die erste ist das Durchstecklöten: Die Pins werden in Löcher auf der Platine gesteckt und verlötet. Das ist das Standardverfahren – es durchläuft die automatische Lötanlage im Werk, hält fest und lässt benachbarte Bauteile unberührt.
Die Presspassung kommt ohne Löten aus. Jeder Pin verfügt über ein kleines elastisches Element mit einer Öffnung in der Mitte, das sich in die Lötstelle einfügt. Beim Einpressen drückt das elastische Element gegen die Wand der Lötstelle und fixiert den Kontakt fest. Die Passung ist so dicht, dass keine Luft eindringen kann. Dadurch wird die Oxidation des Kontakts verhindert und eine dauerhafte Zuverlässigkeit gewährleistet. Diese Lösung ist die erste Wahl für Leiterplatten, da sie einen zweiten Lötvorgang bei hohen Temperaturen überflüssig macht. So wird die dicke, teure Platine vor der Hitzebelastung durch das Löten geschützt und das Risiko von Nacharbeiten reduziert.
Die Drahtwickeltechnik verwendet Drahtverbindungen, indem dieser fest um einen Stift gewickelt wird, anstatt ihn zu verlöten. Sie ist heute eine Nischenlösung mit geringen Stückzahlen und wird hauptsächlich für Prototypenbau und Reparaturen eingesetzt, bei denen Verbindungen manuell geändert werden müssen.
Zu Geschlecht und sexueller Orientierung: Eine Seite trägt die Anstecknadeln (männlich), die andere empfängt sie (weiblich), und beide müssen übereinstimmen. Die Karte nimmt üblicherweise die Stecker und Rückwandplatine mit Buchse, Es gibt jedoch auch umgekehrte Ausführungen. Darüber hinaus können die Pins den Stecker in zwei Richtungen verlassen – gerade (nach außen gerichtet) oder rechtwinklig (um 90° abgewinkelt) – und der Stecker selbst kann normal oder umgekehrt montiert werden. All dies beeinflusst seine Position auf der Platine. Wir führen alle diese Varianten. Prüfen Sie daher immer die Steckrichtung anhand der technischen Zeichnung und nicht nur anhand der Produktbezeichnung.

Die beiden Soulin-Konfigurationen, die wir am häufigsten versenden
In der Praxis lassen sich die meisten Aufträge auf zwei Teile reduzieren. Hier sind die beiden Soulin-Verbinder, die wir am häufigsten verwenden – wenn Ihr Design einem dieser beiden entspricht, können Sie die meisten der oben genannten Schritte überspringen und hier beginnen.
- 96-poliger 3×32 rechtwinkliger Stecker — der hochdichte Typ-C-Teil für den Pfad von der Tochterkarte zur Rückwandplatine.
- 48-polige 3×16 gerade Buchse — der gerade (180°) Teil zum Stapeln der Bretter.
96-poliger 3×32-Winkelstecker – der Allrounder vom Typ C
Dieser 2,54 mm, 3×32 rechtwinklige Stecker Es ist für komplexe Backplanes und Mutter-Tochter-Platinen (eine große Platine mit kleineren, darauf gesteckten Platinen) konzipiert. Dank seines um 90° abgewinkelten Gehäuses lassen sich zwei Leiterplatten rechtwinklig zueinander anordnen – dies spart Platz. Mit einer Nennstromstärke von 3,0 A und vergoldeten Messingkontakten überträgt es Signale und Strom zuverlässig in industriellen Automatisierungs- und Kommunikationsgeräten. Wenn ein Design einen 96-poligen Steckplatz vom Typ C benötigt, ist dies in der Regel unser Ausgangspunkt.
48-polige 3×16-Buchse (gerade) – die Leiterplattenverbindung
Dieser gerade (180°) 3×16-Buchsenstecker ist eine solide Wahl für das Stapeln zweier paralleler Platinen übereinander und für modulare Designs. Es hat einen Rasterabstand von 2,54 mm und seine Isolierung entspricht der UL94V-0-Norm – einer hohen Flammschutzklasse – wodurch es den Anforderungen an den Brandschutz gerecht wird. Der Kontaktwiderstand ist mit maximal 20 mΩ ebenfalls sehr niedrig, was für saubere Kontakte und geringe Signal- und Wärmeentwicklung sorgt. Dadurch sind die Steckverbindungen in Computer-, Test- und industriellen Steuerungssystemen zuverlässig. Wenn Sie weniger Anschlüsse als bei einem vollständigen Typ-C-Anschluss benötigen, aber dieselbe Zuverlässigkeit wünschen, ist dies unsere Empfehlung.
Anpassungsmöglichkeiten: Innerhalb unserer Produktfamilie bieten wir verschiedene Kontaktformen an – O-, U-, Y-, Rundstift- und Vierkantstecker – und bei den Leistungsvarianten Nennströme von 1,0 A bis 15 A. So lässt sich die gleiche Bauform entweder für mehr Signalkontakte oder für höhere Ströme optimieren. Sollte keine Standardausführung passen, fertigen wir über unseren OEM-Anpassungsservice anwendungsspezifische Layouts.
Mechanische Details zur Vermeidung von Montagefehlern
DIN-41612-Steckverbinder werden hauptsächlich in Geräten eingesetzt, bei denen Leiterplatten wie Bücher in ein Regal auf Schienen in ein Gehäuse eingeschoben werden. Der Steckverbinder ist also nicht nur ein elektrisches Bauteil, sondern sorgt auch für die korrekte Ausrichtung und den sicheren Sitz der Leiterplatte. Dies wird durch einige kleine Merkmale erreicht: Führungsstifte, die die Leiterplatte ausrichten, Fixierflansche und Verriegelungen, die sie fest im Gehäuse fixieren, sowie Codierschlüssel, die ein Einstecken in den falschen Steckplatz verhindern.
Wenn mehrere ähnliche Platinen in einem Gehäuse verbaut sind, kann es leicht passieren, dass eine in den falschen Steckplatz gesteckt wird – und genau das verhindert ein Codierschlüssel. Er funktioniert wie ein Schloss mit passender Form, sodass eine nicht passende Platine gar nicht erst eingesetzt werden kann. Die Folgen eines falschen Einsteckens machen diese Maßnahme sinnvoll:
- In Niederspannungselektronik kann dies eine Sicherung oder einen Schutzschaltkreis auslösen.
- In Energie- oder Steuerungssystemen kann es die Platine beschädigen oder ein Sicherheitsrisiko darstellen.
Selektives Laden – also das bewusste Freilassen bestimmter Positionen – hilft ebenfalls: Es trennt Strom- und Signalwege, schafft eine physische Codierung zwischen gleich aussehenden Steckverbindern, vergrößert den Abstand zwischen den Pins und senkt die Kosten, indem ungenutzte Kontakte in Designs mit hohem Volumen weggelassen werden.
Wie DIN 41612-Steckverbinder modulare Geräte unterstützen
DIN 41612-Steckverbinder wurden ursprünglich in klassischen modularen Elektroniksystemen wie VMEbus, Multibus II, Futurebus, NuBus, VXI und PXI weit verbreitet eingesetzt.
Obwohl diese Systemnamen heute an veraltete oder ältere industrielle Plattformen erinnern, ist die zugrunde liegende Designphilosophie nach wie vor hochentwickelt und wird auch heute noch in modernen Anwendungen eingesetzt.
Der Grund ist in allen Branchen, die sie verwenden, derselbe: Platinen lassen sich sauber in ein Gehäuse einstecken, bieten zuverlässige Verbindungen und können leicht ausgetauscht werden. Industrieautomatisierung, Das bedeutet, dass ein Techniker eine defekte oder modernisierte Steuerplatine austauschen kann – ohne den gesamten Schrank neu verkabeln zu müssen. In der Telekommunikation und Netzwerktechnik leiten sie Signale und Strom übersichtlich zwischen den Ebenen eines Racks. Test- und Messtechnik / Instrumentierung, Sie verbinden modulare Karten zu einem kompletten Instrument. Und in Sicherheits- und NVR-Hardware (Netzwerk-Videorekorder)., Sie sorgen für stabile und ordnungsgemäße Verbindungen zwischen den Aufzeichnungs- und Steuerplatinen.
| Anmeldung | Gemeinsame Anforderung | Vorteil DIN 41612 |
|---|---|---|
| SPS- und Automatisierungsschränke | Wartungsfähige Module | Zuverlässige Karten-zu-Rückwandplatinen-Verbindung |
| Telekommunikationsregale | Dichte Signalweiterleitung | Standardisiertes Multipol-Layout |
| Test und Messung | Modulare Karten | Wiederholbares Einsetzen und Ersetzen |
| Bahn- und Verteidigungselektronik | Lange Lebensdauer | Etablierte Beschaffung und Kompatibilität |
| Sicherheits-/NVR-Hardware | Stabile Platinenverbindung | Kompakte, übersichtliche Chassisverkabelung |
Wann sollte man von DIN 41612 auf metrische Steckverbinder umsteigen?
DIN 41612 ist nicht für jedes System geeignet. Sobald ein Design sehr hohe Datenraten – über etwa 1 Gbit/s – erfordert, die Hochgeschwindigkeitssignale sauber und unverzerrt übertragen werden müssen oder mehr Verbindungen auf kleinerem Raum untergebracht werden müssen, stößt DIN 41612 an seine Grenzen. Hier kommt eine Familie mit metrischen Anschlüssen besser ins Spiel: Diese Steckverbinder mit einem feineren Rastermaß von 2 mm sind genau für solche Hochgeschwindigkeits- und Hochdichteanwendungen konzipiert (die VME64x-Architektur ist ein gängiges Beispiel). Zukünftige Busanschlüsse erreichen bis zu 320 Kontakte auf einem 2,0 mm Rastermaß für Hochgeschwindigkeits-Parallelbusse, und unsere Board-to-Board-Bereich Deckt Stapel- und Mezzanine-Gehäuse (Zusatzplatinen, die über der Hauptplatine montiert sind) ab.
DIN 41612 ist nicht veraltet – es kommt lediglich auf den Anwendungsbereich an. Für ältere Eurocard-Systeme, industrielle Steuerungsschränke und Backplanes, die eine einfache Wartung und einen unkomplizierten Austausch erfordern, ist es nach wie vor eine praktische und kostengünstige Wahl. Bei modernen Hochgeschwindigkeits-Backplane-Designs empfiehlt es sich jedoch, DIN 41612 frühzeitig – bereits in der Architekturphase, solange das Layout noch veränderbar ist – mit den neueren metrischen Normenfamilien zu vergleichen.
Schnelle Antworten, die Ingenieure suchen
Sicher spezifizieren
Befolgen Sie die fünf Schritte und prüfen Sie jeden Parameter anhand der Zeichnung. So ist der Steckverbinder vollständig spezifiziert – alle Parameter sind berücksichtigt – und nicht aus einem Standardkatalog übernommen, sondern exakt auf die Anforderungen Ihres Systems abgestimmt. Bitte geben Sie bei Ihrer Anfrage die Zeichnung, den Zieltyp, die Reihen- und Kontaktanzahl, Ihre bevorzugte Beschichtung, die Anschlussart und die Betriebsbedingungen an. Mit diesen Informationen können wir schnell ein Standardteil bestätigen oder bei Bedarf eine individuelle Lösung entwickeln.
Falls Sie noch verschiedene Layouts vergleichen, sehen Sie sich unser DIN 41612-Sortiment an. Beginnen Sie mit dem 96-poligen Winkelstecker oder der 48-poligen geraden Buchse. Optionen für die Verbindung von Bordwand zu Bordwand zum Stapeln von Koffern, oder Muster anfordern zur Überprüfung der mechanischen Passung. Wir fertigen gerade und rechtwinklige Gehäuse, THT- und Presspassungsanschlüsse, anwendungsspezifische Ausführungen und parameterangepasste Ersetzungen Wenn Sie von einer anderen Marke wechseln – ohne Ihre Markenpräsenz zu verändern.
Das Ziel ist einfach: ein Verbinder, der korrekt passt, die Last trägt, die Nutzungsdauer übersteht und zu Ihrem Montageprozess passt – dies muss vor dem ersten Produktionsauftrag bestätigt werden.



